DGL 2019

23.–27. September 2019

Jahrestagung 2019 der Deutschen

Gesellschaft für Limnologie e.V.

 

wasser.leben.zukunft

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31. Mai 2019

Themen

Das Programmkomitee schlägt nachfolgende allgemeine Themenschwerpunkte vor, zu denen Vorträge oder Poster willkommen sind.

Allgemeine Themen

A 1    Aquatische Organismen: Taxonomie/Biologie/Evolution/molekulare  Ökologie/Biogeographie

A 2    Diversität und Ökologie aquatischer Lebensgemeinschaften

A 3    Mikrobielle Ökologie

A 4    Ökosystemare Prozesse

A 5    Grundwasser und Quellen

A 6    Fließgewässer und Auen

A 7    Seen und Feuchtgebiete

A 8    Wasser im ländlichen Raum

A 9    Urbanes Wasser

A 10  Erheblich veränderte Gewässer

A 11  Multiple Stressoren

A 12  Neobiota und invasive Arten

A 13  Auswirkungen des Klimawandels

A 14  Gewässermanagement/EG-Wasserrahmenrichtlinie

A 15  Wasser und Bildung, Wissenskommunikation und -transfer

A 16  Sonstiges

 

Special Sessions

S1 – Treibhausgasflüsse und biogeochemische Kontrollfaktoren in aquatischen und semiterrestrischen SystemenAquatische Systeme wie Seen, Talsperren und Flüsse, sowie semiterrestrischen Systeme wie Moore und Feuchtgebiete transportieren, transformieren und speichern Kohlenstoff, Stickstoff und weitere zentrale Nährstoffe. Sie emittieren große Mengen der Treibhausgase Methan (CH4), Kohlenstoffdioxid (CO2) und evtl. auch Lachgas (N2O) und spielen somit eine wichtige Rolle im Zuge des Klimawandels.Um das Verhalten dieser Systeme besser zu verstehen, ist es notwendig Austausch- und Transformationsprozesse zu verstehen und zu quantifizieren. Dabei spielen Grenzflächen wie Wasser/Atmosphäre oder Wasser/Sediment eine zentrale Rolle, bilden sie doch zum Teil extreme physikalische und biogeochemische Gradienten und sind Hot-Spots biogeochemischer Umsetzungen. Prozesse an Grenzflächen sind zeitlich und räumlich extrem variabel, was das Upscaling sehr schwierig macht und große Anforderungen an die Untersuchungsmethodik und Messtechnik stellt.Im Rahmen dieser Session sind Beiträge zu Flüssen von Treibhausgasen (insbes. CO2, CH4, N2O) und ihren steuernden Faktoren in Gewässern und Mooren willkommen. Besonders einladen möchten wir Studien zu biogeochemischen und physikalischen Prozessen des Kohlenstoffkreislaufes und assoziierter Elemente an Grenzflächen und methodenorientierte Studien. Ansprechpartner*innen: Marcel Schmiedeskamp (marcel.schmiedeskamp@uni-muenster.de), Philipp Keller (philipp.keller@ufz.de), Leandra Praetzel (leandra.praetzel@uni-muenster.de), Klaus-Holger Knorr (kh.knorr@uni-muenster.de)S2 – Biofilme auf Mikroplastik: Mikrobiologische Aspekte und Auswirkungen auf die NahrungsketteIn allen limnischen Ökosystemen findet sich mittlerweile „Plastikmüll“, weil Kunststoffmaterialien über verschiedene Eintragspfade in Seen und Flüsse gelangt sind und auch fortlaufend in größerer Menge dort eingebracht werden. Während die negativen  Effekte größerer Plastikgegenstände wie z.B. von Kunststoffnetzen oder  PET-Flaschen auf wasserlebende Organismen offensichtlich sind, weiß man noch sehr wenig über die Auswirkungen kleinerer Kunststoffpartikel auf aquatische Biota. Im Fokus steht hier vor allem das Mikroplastik, welches Kunststoffpartikel umfasst, die kleiner als 5 mm im Durchmesser sind. Im Regelfall werden Oberflächen in aquatischen Ökosystemen schnell von Mikroorganismen besiedelt, und so entstehen auch auf Mikroplastikpartikeln Biofilme. Wie sich die Biofilmbildung auf den Verbleib von Mikroplastik im Ökosystem auswirkt, indem es z.B. dessen Sedimentation verändert oder Einfluss auf die Nahrungskette nimmt, ist weitgehend unbekannt. In dieser special session sollen vor allem Forschungsergebnisse zusammengetragen werden, die sich mit der Biofilmbildung auf Mikroplastik an sich sowie mit den Auswirkungen bewachsener Mikroplastikpartikel auf das Zooplankton und die benthische Meiofauna beschäftigen. Ansprechpartner*innen: Friederike Gabel (gabelf@uni-muenster.de), Bodo Philipp (bodo.philipp@uni-muenster.de)S3 – Zooplankton meets environmental challenges: insights from DaphniaZooplankton meets environmental challenges: insights from Daphnia. Abundant in standing fresh water bodies, crustaceans of the genus Daphnia are in a central position of limnic food webs. They are challenged by changes of their habitat conditions concerning abiotic factors like temperature or oxygen, but also their response to variations in food quantity and quality, to predators or parasites has been in the focus of many studies. Moreover, anthropogenic stressors like microplastic particles may constrain the physiological performance of these animals. We invite contributions ranging from molecular analyses to the population level to increase our understanding of this zooplanktic key species and its adjustments to environmental variations. Ansprechpartnerin: Bettina Zeis (zeis@uni-muenster.de)S4 – Aquatische ÖkotoxikologieDie Vortragsreihe Aquatische Ökotoxikologie lädt zu Beiträgen aus allen Bereichen der aquatischen Toxikologie und Ökologie ein. Insgesamt sollen die Beiträge maßgeblich zu einem besseren Verständnis von Chemikalien in der Umwelt dienen und somit zu einem nachhaltigen Schutz aquatischer Systeme in Bezug auf deren Biodiversität sowie Ökosystemfunktionen beitragen. Darin inbegriffen sind zum einem Studien sowohl aus dem Labor, Mesokosmen, Freiland oder Modellierung zur Wirkung von anthropogenen Chemikalien, ebenso wie zu Kombinationswirklungen mit verschiedenen abiotischen und biotischen Stressoren. Weitere Beiträge von Studien zum Verbleib wie auch (Bio-) Akkumulation von Stoffen in verschiedenen Matrices geben einen umfassenden Einblick in die Bedeutung von anthropogenen Chemikalien in aquatischen Systemen. Ansprechpartner: René Gergs (Rene.Gergs@uba.de)S5 – Coupling biofilm diversity and biogeochemistry with habitat heterogeneity across spatiotemporal scalesStream biofilms are heterogeneous in space and time conforming microbial landscapes. Within these landscapes, physical habitat heterogeneity at the micro-scale shapes biofilm community development by modulating its diversity (structure and composition) and affecting meta-community dynamics. Similarly, micro-habitat heterogeneity can modulate stream biogeochemistry. Nevertheless the link between microbial diversity and biogeochemistry across spatiotemporal scales is not straightforward. Stream biogeochemistry at reach scale may not necessarily match for microbial communities and their function. In this context, the goal of our session is to explore the links between microbial landscapes and biogeochemistry across spatiotemporal scales. The session will address questions like:• Does habitat heterogeneity modulate microbial diversity and function at micro-habitat scale (e.g. EPS production; prokaryotes and micro-eukaryotes community composition)?• Does inter- or intra-biofilm heterogeneity impact biogeochemical stream processes across spatial scales?To which extent microbial responses to stressors (e.g. physical, climate change, contaminants) observed at micro-habitat scale influence reach-scale biogeochemistry? Chairs: Clara Mendoza-Lera (clara.mendozalera@b-tu.de), Ute Risse-Buhl (ute.risse-buhl@ufz.de)S6 – Die Expedition Münsterland (EMSL): Beispiele gewässerbezogener Wissenschaftskommunikation im MünsterlandDie EMSL hat als strategisches Projekt regionaler Wissenschaftskommunikation Forschungsaktivitäten aus der WWU an zahlreichen Flüssen und Seen des Münsterlandes einer breiten Öffentlichkeit vermittelt. Dabei wurden und werden unkonventionelle Formate der Wissenschaftskommunikation ausprobiert und angewendet. Ob ein Thementag «Multitalent Bever», ein archäologisches Großexperiment auf dem Halterner Stausee, ein hydrogeologischer Tracerversuch im Kontext einer Heiligensage, eine After-Work-Expedition zur Mikroplastik-Problematik in den Rieselfeldern bei Münster oder die Kulturtraverse Berkel, so sind es die gewässerbezogenen Narrative in zum Teil neuen Kontexten, die die Bevölkerung des Münsterlandes partizipativ der Wissenschaft aus der WWU vertrauter macht.In der Special Session werden Filmdokumentationen größerer Projekte gezeigt. Außerdem werden die Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger im Ansatz der Citizen Science in der Special Session gewürdigt.Je nach Wetterlage und zur Verfügung stehender Zeit können die ersten Stationen des wissenschaftlichen Radwanderweges entlang der Aa aufgesucht werden. Ansprechpartner*innen: Wilhelm Bauhus, AFO – Arbeitsstelle Forschungstransfer der WWU,Nina Nolte, Projektkoordination Expedition Münsterland, AFO – Arbeitsstelle Forschungstransfer der WWU, Lena Wobido, Projektkoordination Ostbevern bioinspirativ, AFO – Arbeitsstelle Forschungstransfer der WWUS7 – Limnologie der WasserkraftFür die kommende DGL-Jahrestagung unter dem Motto „wasser.leben.zukunft“ würden wir uns sehr über Beiträge zum Thema „Limnologie der Wasserkraft“ freuen, dem wir eine Session sowie einen Workshop widmen wollen.Ziel soll es sein, das immer noch sehr lückenhafte Wissen zu limnologischen Anforderungen an Wasserkraftanlagen darzustellen, zu strukturieren und daraus Schlussfolgerungen für Forschung, Verwaltungshandeln und den Regelungsrahmen abzuleiten.Wir wollen Sie hiermit einladen, für die Session insbesondere Vorträge zu folgenden Themen einzureichen:1.   Limnologische Wirkungen von Dammbauten, Wehren und Dämmen2.   Limnologische Wirkungen der Wasserkraft3.   Erheblichkeitsschwellen für die Schädigung von Fischpopulationen4.   Methanbildung in Stauhaltungen5.   Ökologische Durchgängigkeit für Sedimente, Totholz und Wirbellose an Wasserkraftanlagen6.   Ökologische Durchgängigkeit für Jungfische und kleine Fische an Wasserkraftanlagen?7.   Welche Anforderungen an Wasserkraftanlagen sind aus limnologischer Sicht zu stellen?8.   Wie muss ein limnologisches Monitoring von Wasserkraftanlagen aussehen?9.   Wanderverhalten der heimischen Fischfauna10. Welche Anforderungen sind an UVPs/FFH-Verträglichkeitsprüfungen von Wasserkraftanlagen zu stellen?11. Weitere gute Themen-Vorschläge werden gerne entgegengenommen.Wir hoffen dabei auf eine hochinteressante Session mit Beiträgen aus verschiedenen Blick-richtungen. Der an die Session anschließende Workshop soll allen Interessierten Gelegenheit geben, gemeinsam und ausführlich den Wissensstand zusammenzufassen und entsprechende Schlussfolgerungen aus den Vorträgen zu ziehen. Ansprechpartner: Ralf Köhler, LfU (RalfH.Koehler@LfU.Brandenburg.de), Martin Pusch, IGB (Pusch@IGB-Berlin.dè), Christian Wolter, IGB (Wolter@IGB-Berlin.de)S8 – Erfassung von Fischbeständen – Methoden und GrenzenVon der genormten Elektro- oder Stellnetzbefischung über traditionelle Schokkerfänge bis hin zur innovativen hochauflösenden Sonaruntersuchung oder der Markierung von Fischen, es gibt viele Ansätze Fischbestände zu erfassen. Welche Methodik eignet sich für welche Fragestellung und wo liegen die Grenzen? Die Session soll sowohl die klassische Erfassung von Fischbeständen für Gutachten, als auch spezielle Methoden zur Beantwortung gezielter wissenschaftlicher Ansätze beinhalten.Ansprechpartnerin/Moderation: Svenja Storm (storm@lfv-westfalen.de)S9 – Bedeutung von Langzeitdaten für die limnologische Forschung und den praktischen GewässerschutzDie Verwendung langer Zeitreihen ist ein unverzichtbares Werkzeug um Wirkzusammenhänge in Gewässerökosystemen und in ihrer Vernetzung mit dem terrestrischen Einzugsgebiet besser zu verstehen. Das betrifft insbesondere die Erfassung der Klimafolgen sowie die Dokumentation der Auswirkungen von Belastungsänderungen infolge von Landnutzungsänderungen und Managementmaßnahmen. Die Herausforderungen sind vielfältig. Viele in Forschungseinrichtungen und Behörden erhobene Daten werden noch nicht optimal genutzt. Für die Session können Beiträge vor allem zu folgenden Themenfeldern eingereicht werden:– Qualitätssicherung von Monitoringdaten und Umgang mit großen Datensätzen– Verfügbarmachung in Datenbanken– Instrumentierung zur Erfassung von Klima-Indikatoren– Erkenntnisse aus Langzeit-Monitoringdaten für die Forschung und das gegenwärtige und zukünftige Gewässermanagement– Nutzung der Fernerkundung für das Langzeit-Monitoring sowie weitere methodische Entwicklungen zur Erfassung des Gewässerzustandes und der Biodiversität.Leitung der Session: Michael Hupfer, IGB Berlin S10 – Wasser, Technik und GesellschaftWenn Wasser auf Gesellschaft trifft, kommt Technik ins Spiel. Ob Wasser als Nahrungsmittel, als Energieressource, als Transportweg oder als Lebensraum genutzt und beschrieben wird, in jedem Fall sind technische Instrumente oder Bauten, Praxen oder Vorstellungen im Spiel. In dieser Session geht es darum, über das Verständnis und den Einsatz von Technik in der Limnologie nachzudenken und damit nach der Technikkultur der Limnologie zu fragen. Auch gefragt werden soll, wass die Limnologie zur zunehmenden Technisierung von Gesellschaft im Blick auf das Wasser beitragen kann. Die Vorträge können sich sowohl auf historische wie aktuelle Fallbeispiele beziehen, fokussiert werden soll primär auf das Verhältnis von Technik und Gesellschaft wie es sich im Umgang mit und der Wahrnehmung von Wasser zeigt. In den Blick genommen werden können damit historische und aktuelle Aspekte der Wasserversorgung, soziotechnische Bilder und Modelle vom Wasser in der Konsumgesellschaft (von der Klospülung über Freizeitwasserparadiese zur Plastifizierung der Sedimente) bis zu Fragen zur sogenannten Ökotechnologie, insbesondere im Zusammenhang der Renaturierung von Flussabschnitten bzw. der Entstehung neuer Seenslandschaften.Ansprechpartnerin: Astrid Schwarz, BTU Cottbus 

 

 

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